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Blick auf die Einrichtung

Rund um den 1. Mai

Am 29. April wurde bei uns im Garten der Maibaum aufgestellt. Dafür wurde am Vormittag die Maibowle hergestellt. Einmal mit Alkohol und eine alkoholfreie Bowle. Nach dem Kaffee ging es dann für die Bewohner nach draußen in den Garten. Nach der Eröffnung durch Herrn Kummerlöw und Herrn Zschau, hat Frau Kummerlöw ein Gedicht vorgetragen.

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Für die Unterhaltung sorgten diesmal Tillmann und Janet.  Tillmann spielte Lieder auf der Gitarre und Janet spielte verschiedene Lieder auf ihrer Klarinette.

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Beides war sehr schön anzuhören. Im Vorfeld bekamen die Bewohner kleine Kärtchen, auf denen sie ihre Wünsche schreiben konnten. Diese wurden im Laufe des Nachmittags am Maibaum befestigt. Am späten Nachmittag zog dann langsam Grillgeruch durch den Garten.

Der Hausmeister sorgte am Grill für frisch gegrillte Bratwürste. Darüber freuten sich die Bewohner auch sehr. Gegen den Durst gab es Maibowle, Bier und Wasser.  Und somit verging der Nachmittag auch wieder wie im Flug. Vielen Dank an alle Helfer, für diesen schönen Nachmittag.

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Was hat es mit dem 1. Mai auf sich?

Der 1. Mai ist der zentrale Aktions- und Feiertag der Arbeiterbewegung weltweit. Unabhängig von der politischen Dimension als Tag der Arbeiterbewegung ist der erste Mai vielerorts Höhepunkt des Brauchtums im Mai. Die Nacht vom 30. April zum 1. Mai wurde über Jahrhunderte als Walpurgisnacht begangen. Dieser Brauch lebt heute im „Tanz in den Mai“ fort, mit dem der Anbruch der warmen Jahreszeit gefeiert wird.

Wir haben uns die Zeit genommen, sind durchs Haus gegangen und haben Bewohner gefragt „Wie haben Sie den 1. Mai früher verbracht?“

Herr L.: Das muss ca. 1970 gewesen sein, da bekam die LPG Helmut Just Striegnitz neue Traktoren. „Belarus“ aus der Sowjetunion. Diese wurden geschmückt und nach der Ansprache gab es Bockwurst, Bier und einen Schnaps.

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Familie H.: In der Firma Molekularzerstäubung war es Pflicht, zu demonstrieren. Private Termine mussten verschoben werden. Die Feier im Anschluss war freiwillig. Es wurde eine rote Nelke und eine Fahne ausgeteilt. Das war von 1953 bis zur Wende so.

Frau K.:  Auch beim Kraftverkehr war es Pflicht demonstrieren zu gehen. Wir sind gern dahin gegangen. Nach der Demonstration ging es in die Gaststätte und es wurde fröhlich gefeiert. 60er-80er Jahre.

Frau G.: Ich war bei der staatlichen Versicherung Meißen. Wir trafen uns auf der Leipziger Straße und liefen bis zur Neugasse. Da war die Tribüne. Am Talbad löste sich die Demonstration auf. Im Betrieb auf der Thälmannstraße gab es im Anschluss Kartoffelsalat und Würstchen. 

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