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Alt und Jung malen gemeinsam

Wie sich eine Zeichenstunde im Seniorenheim pro civitate überraschend verjüngte.

Bereits zum dritten Mal lud Uwe Hanneck die Bewohner des Seniorenzentrums „pro civitate“ zu seinem Malstündchen ein. Seit Januar gibt es dieses monatliche „Mal(en) ganz anders“. Eigentlich war es ein großer Zufall, als Hanneck 2012 mit Einrichtungsleiter Steffen Kummerlöw zusammentraf und man über die Malerei sprach. Uwe Hanneck, der vielen Großenhainern durch seine Bilder bekannt ist, leitete schon zu DDR-Zeiten Kindermalzirkel. Seit über zehn Jahren malt er Aquarelle, und nun suchte er eine neue Herausforderung. Da er das Leben und manchmal auch die Einsamkeit in Senioreneinrichtungen aus eigenen Erfahrungen kennt, dachte er sich, dass man da etwas Gutes tun kann. So bereitet Hanneck monatlich ein Thema vor, zeichnet die Motive, die die Mitarbeiter des Seniorenzentrums vervielfältigen und dann zum Ausmalen bereitlegen.

Erstaunt war Hanneck schon bei der ersten Malstunde, an der 15 Seniorinnen teilnahmen. Aber was kurz vor Ostern passierte, war selbst für ihn eine Überraschung. Gerade, als er seine Utensilien ausbreitete, trat eine Gruppe Schüler in den Raum. „Was wollt ihr denn?“, fragte Hanneck. Eine Betreuerin: „Wir sind die Projektwerkstatt Jung für alt und alt für jung der Mittelschule am Schacht, der Klassen fünf bis sieben.“ Eine tolle und schöne Sache! Für Uwe Hanneck hieß es nun schnell umplanen und die Schüler mit einbeziehen. Aber was wäre Hanneck, wenn er da nicht weiter wüsste. So wurde aus der sonst kleinen Seniorenrunde eine große Alt-Jung-Runde. Alle waren mit großer Leidenschaft dabei, und man spürte den Spaß.

„Ein großes Lob gilt den Schülern, die sich sehr kreativ und diszipliniert verhielten“, so Uwe Hanneck. Auch dem Pflegepersonal, die immer bei der Vorbereitung helfen, ein großes Dankeschön. Zum Schluss gab‘s vom Hanneck-Osterhasen für alle Mitgestalter ein kleines Schoko-Ei. (SZ)

 

Quelle: www.sz-online.de vom 04.04.2013